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Mobil arbeiten mit dem iPhone

Mein Beitrag zur Blogparade von Gordon Schönwälder

Gordon Schönwälder von Podcast-Helden hat zur Blogparade eingeladen: „Zeig uns die erste Seite auf deinem Smartphone. Zeig uns, wer du bist!“ Seine Idee, die Menschen hinter den Unternehmen durchscheinen zu lassen, ist mir sehr sympathisch. Ich verbinde das mit einem kleinen Einblick in den mobilen Teil meiner Art zu arbeiten.

Podcast-Helden ist einer der Podcasts, die ich regelmäßig auf dem Smartphone höre. Gestern kam dann über den Newsletter von Gordon Schönwälder der Aufruf zu dieser Blogparade, dem ich gerne folge. Und da im Aufruf geduzt wird, mache ich das hier auch. Meine Einstellung zu Du bzw. Sie habe ich auf der Seite Über mich im Abschnitt Die Anrede beschrieben.

Mein Smartphone wird von meinem Umfeld – wie früher das papierbasierte Zeitplanbuch und später dann der Palm Pilot – gerne als mein externes Gehirn bezeichnet. Für mich gilt dabei immer: Wenn da etwas drin steht und ich es nachsehen kann oder das Gerät mich daran erinnert, dann muss ich dafür weniger geistige Energie verbrauchen.

Die erste Seite auf meinem Smartphone

Wie aus dem Titel und dem Screenshot unschwer zu erkennen ist, nutze ich ein iPhone. Ein Grund dafür ist sicher, dass auch mein Rechner seit einigen Jahren aus dem Hause Apple stammt und die Geräte einfach gut zusammen funktionieren.

Meine Begeisterung aus den früheren Jahren ist allerdings etwas abgekühlt. Wenn man früher bedenkenlos jedes Update am Tag des Erscheinens einspielen konnte, will ich mir das heute nicht mehr leisten. Da ich Macbook und iPhone beruflich nutze, ist mir das durch die leider immer wieder auftretenden Probleme inzwischen zu riskant.

Das iPhone läuft also noch unter iOS 8.

Nichtsdestotrotz sind bei den Apple-Geräten nach meiner Wahrnehmung der Administrationsaufwand geringer und die Sicherheit höher als im Windows-Lager – was ich durch Geräte der „anderen“ Fraktion im eigenen Umfeld immer noch erlebe.

Hier kann ich dann auch Gordon Schönwälder direkt zitieren:

Damit ich auch immer schön auf dem Laufenden bleibe, hab ich auch die App von ifun.de auf der Startseite. Die Jungs […] sind immer bestens informiert.

Das Hintergrund-Bild

Viel Arbeit habe ich mir beim Hintergrund-Bild nicht gemacht und mich bei einem der neutraleren Fotos aus den Vorlagen von Apple bedient.

Die grüne Wiese wirkt aber positiv auf mich.

Der Lockscreen – der direkt nach dem Einschalten zu sehen ist – enthält natürlich ein halbwegs aktuelles Foto meiner Kinder.  😎

Die Apps in direkter Reichweite

In den untersten beiden Reihen finden sich dann die Apps, die ich fürs mobile Arbeiten am häufigsten brauche: Die Telefon-App, der Kalender, die Aufgabenverwaltung und Mail.

Zunächst mal ist auch das Smartphone für mich natürlich ein Telefon. Die häufigsten Kontakte sind in den Favoriten abgespeichert. Eine Kontakte-App nutze ich nicht. Einen Gesprächspartner finde ich i. d. R. am schnellsten über die Spotlight-Suche. Das Suchfeld erreicht man auf dem iPhone, wenn man den Homescreen mit dem Finger nach unten zieht. Alternativ frage ich auch Siri nach den Telefonnummern.

Mit dem Original-Kalender von Apple komme ich nicht zurecht. Als Standardansicht ist mir die Wochenenansicht am wichtigsten. Aber dann bitte nicht als Liste, sondern in einer grafischen Darstellung der Termine aller Tage einer Woche. Ich habe mehrere Apps ausprobiert und bin schließlich bei Week Cal hängengeblieben.

Die Aufgabenverwaltung – Teil 1

Meine persönliche Aufgabenverwaltung mache ich mit Todoist. Auch hier habe ich einiges ausprobiert. Angefangen habe ich mit Things und bin dann über Onmifocus schließlich bei Todoist gelandet. Bei Things hat mir damals die Möglichkeit gefehlt, Aufgaben hierarchisch über mehrere Ebenen zu schachteln. Omnifocus hat am Ende einfach sehr lange für die Weiterentwicklung gebraucht – und als die neue Version endlich für einen wirklich stolzen Preis verfügbar war, hätte ich meinen Planungsansatz auch wieder nicht richtig abbilden können.

Todoist nutze ich in der Premium-Version, was mit 23 € im Jahr ausgesprochen erschwinglich ist. Und seit die Aufgaben auch Bilder und Dokumente als Anhang verarbeiten können, kann ich mit Todoist alles abbilden, was ich gerne hätte.

  • Meine „Lebenshüte“: ich selbst, in meiner Rolle als Schatzmeister, die verschiedenen Beziehungen (als Ehemann, Vater, Familienmensch, Freund und Netzwerker) sowie aktuell drei berufliche und zwei ehrenamtliche Kontexte.
  • Die verschiedenen Unterkategorien, mit den jeweiligen Projekten: Bei mir selbst z. B. als Lernender oder als Öffentlicher, letzteres dann wieder unterteilt nach meiner Website, diesem Blog oder der Vorbereitung für einen geplanten Podcast.
  • Die verschiedenen Planungshorizonte: Heute, diese Woche und dieser Monat.
  • Neue Aufgaben werden über die App, das Programm auf dem Mac und ganz oft auch per Mail an die Mailadresse des Eingangskorbs in Todoist angelegt.

Die Aufgabenverwaltung – Teil 2

In der zweiten Reihe von unten folgen dann mit Trello eine zweites Aufgabentool. Das nutze ich insbesondere für die Bearbeitung von Aufgaben im Team und wenn sehr strukturierte Prozesse vorliegen. Ein Beispiel dafür ist der Redaktionsprozess für diesen Blog.

Der Redaktionsplan für meinen Blog in Trello

Artikelideen landen i. d. R. per Mail in der Liste Artikelideen dieses Boards. Sie werden dann je nach Bearbeitungsstand durch die weiteren Listen „durchgereicht“.

Dazu kommen noch einige andere Boards mit eher strukturierten Prozessen. Ein weiteres Beispiel ist meine Projektverfolgung – von der ersten Akquiseidee über den Kundenkontakt, ein abgegebenes Angebot, die Beauftragung oder Absage bis zur Rechnungsstellung und Kundenzufriedenheitsabfrage.

Informationsrecherche und -sammlung

Über Safari als Webbrowser brauche ich sicher nichts zu sagen, das erklärt sich von selbst. Sehr angenehm finde ich hier die Synchronisierung der offenen Webseiten über iCloud auf Safari auf dem Mac. Damit prüfe ich die auf dem Smartphone gefundenen Websites zunächst oft noch mal am Macbook, bevor daraus ggf. eine Aufgabe wird.

Say& Go ist eine App, die sehr schnell kurze Sprachaufzeichnungen ermöglicht. Ich habe die App so eingestellt, dass die Aufzeichnung mit dem Tap auf das App-Symbol direkt startet. Im Anschluss öffnet sich Mail und die Sprachdatei wird direkt an eine vordefinierte Adresse geschickt. Perfekt, um unterwegs kurze Idee oder Aufgaben einzusprechen.

Evernote ist mein „Sammelbecken“ für alle Arten von schriftlichen Dokumenten. Das können PDFs, Word-Dokumente oder Ausschnitte von Webseiten sein. Perfekt geeignet ist es aber auch für abfotografierte Texte, da auf den Evernote-Servern eine Texterkennung die Bilder durchsuchbar macht.

Kommunikation

In einem Ordner habe ich die restlichen Kommunikations-Apps zusammengefasst, da ich damit für alle gemeinsam über einen Badge die Anzahl der neuen Nachrichten angezeigt bekomme.

Apples Nachrichten-App verarbeitet SMS bzw. iMessage und kommt immer seltener zum Einsatz.

FaceTime und Skype nutze ich für die Audio- und Video-Kommunikation, i. d. R. aber nur im W-Lan.

Als Messenger kommen bei mir sonst nur noch die verschlüsselten Varianten zum Einsatz: Threema und Hoccer sowie gelegentlich auch SIMSme oder Signal.

In meinem Umfeld kann ich damit noch mit jedem kommunizieren.

Hier finden sich dann auch noch ein Lesezeichen auf die Facebook-Nachrichtenseite sowie Slack, ein Tool für Gruppen-Chats.

WhatsApp oder die native Facebook-Abb kommen mir bislang nicht auf das Gerät. Ja, ich weiss. Meine Daten sind durch meine whatsappenden Bekannten trotzdem auf deren Servern.

Informationen, Informationen, Informationen

Mit Twitter beschäftige ich mich seit einem Jahr etwas intensiver, wenn auch immer noch nicht richtig. Statt der Original-App setze ich Echofon ein. Ursprünglicher Grund dafür war die Möglichkeit, den Stand meiner Timline über iPhone, iPad und MacBook zu synchronisieren. Es zeigt sich aber, dass ich Twitter fast ausschließlich auf dem iPhone nutze.

Interessante Artikel, auf die ich z. B. über Twitter hingewiesen werde, landen zunächst in Pocket. Von dort aus werden sie dann gelesen. Pocket findet sich allerdings – genauso wie z. B. Feedly für die Blogs, die ich regelmäßig lese – auf der zweiten Seite meines Smartphones.

Ganz wichtig ist für mich die App Podcasts. Auf den Geschmack gekommen bin ich Anfang des Jahres und habe seitdem einige Podcasts gefunden, die ich regelmäßig höre: Podcast-Helden (wie ganz am Anfang schon erwähnt), der lifestyle:entrepreneur von Mike Pfingsten, der Three Month Vacation-Podcast von Sean D’Souza, Markus Cerenak mit Erfolg mit Leidenschaft, affen on air von Vladi Melnik und Gordon Schönwälder, Führung auf den Punkt gebracht von Bernd Geropp, und, und, und.

Ich nutze immer noch die Original-App von Apple, bin damit aber nicht mehr ganz so zufrieden. Insbesondere die Übersicht über meine abonnierten Podcasts würde ich gerne etwas mehr meinen Hörgewohnheiten anpassen (häufig gehörte weiter nach oben, die anderen nach unten). Da freue ich mich über sachdienliche Hinweise.

Reihe drei von unten wird komplettiert durch WeatherPro. Da ich viel mit dem Rad in der Stadt unterwegs bin und Aachen häufige Regenschauer kennt, prüfe ich hiermit regelmäßig die Wettersituation. Bislang hat das eigentlich auch gut geklappt.

Die App der Tagesschau ist – neben SWR3 im Radio am Morgen – meine Haupt-Nachrichten-Quelle. Der Fernseher, den ich früher noch für die Nachrichten genutzt habe, läuft damit für mich so gut wie gar nicht mehr.

SPORT1 ist meine Nachrichten-Quelle für die wesentlichen Sportereignisse. Als gebürtiger Kölner sympathisiere ich dann doch irgendwie mit dieser „Karnevalstruppe“ EffZeh. Auch wenn ich zugeben muss, dass diese Saison gar nicht so schlecht begonnen hat.

Wann immer ich die Möglichkeit habe, nutze ich die Kindle-App zum lesen. Aktuell ist das z. B. Launch von Jeff Walker. Danke noch mal an Bernd Geropp, für diesen Tipp!

Die restlichen Apps

Kommen wir zu den beiden oberen Reihen:

Da ich viele Apps ausprobiere, ist auch der App Store häufig im Zugriff. Über Erinnerungen teile ich Aufgaben und insbesondere Einkaufswünsche in der Familie. Google Maps hat inzwischen das TomTom im Auto für die Navigation ersetzt und mit der Freunde-App passe ich insbesondere meine Familie ab, wenn die am späten Nachmittag vom Spielplatz nach Hause kommt.

Einstellungen nutze ich im Wesentlichen, um den persönlichen Hotspot ein- und auszuschalten. Darüber gehe ich häufiger mit dem MacBook ins Netz.Und letztlich ist mein iPhone auch Musik-Box, Album für Fotos und Kamera. Wobei ich zum Fotografieren i. d. R. Camera+ statt der Apple-eigenen Foto-App verwende. Insbesondere der schnelle Zugriff auf manuelle Belichtungskorrektur, Fokus, Belichtung und Weißabgleich haben es mir angetan.

Fazit

Das ist sie also, die Startseite meines iPhones.

Interessanterweise habe ich – während dieser Artikel entstand – zwei Veränderungen daran vorgenommen. Pocket und Feedly sind auf die Startseite gewandert und bilden jetzt mit der Kindle-App einen neuen Ordner Lesen.

Mir ist dann doch aufgefallen, dass die Blogbeiträge und von mir als interessant markierten Webseiten nicht so sehr im Fokus der Aufmerksamkeit stehen – was sich auch in der Lesefrequenz niederschlägt.

Jetzt interessiert mich: An der einen oder anderen Stelle setzte ich noch die Original-Apps von Apple ein. Welche Alternativen könnt Ihr mir empfehlen und warum? Ich freue mich auf entsprechende Kommentare!

Adieda

1 Antwort

Trackbacks & Pingbacks

  1. […] Hier ist ein Ingenieur am Werk. Auf den ersten Blick sieht man hier, dass der Schwerpunkt auf Projekten und auf Kommunikation liegt. Ich nutze zum Beispiel selber gerne Trello für meine Planung und die App ist auch echt gut gelöst. Auf dem zweiten Blick gibt es aber auch eine Menge Unterhaltung und News. Eine gelungene Mischung, wie ich finde. WEITERLESEN […]

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