Online-Kurse, Excellence und systematischer Unternehmensaufbau

2016: Was bleibt, was kommt

Auch wenn die passende Blogparade von Marit Alke schon vorbei ist, möchte ich dieses Format auch für den ersten Blogartikel im Jahr 2016 beibehalten – und ein paar Themen aufgreifen, mit denen ich mich dieses Jahr beschäftigen will: Online-Kurse, Excellence und systematischer Unternehmensaufbau. 

Üblicherweise bin ich ja eher selten mit Stift und Papier unterwegs – wie im Beitragsbild zu diesem Artikel dargestellt. Wer mich kennt, weiss, dass ich zwar gerne noch von Hand schreibe, dann aber doch lieber elektronisch auf meinem iPad. Dazu kann ich übrigens die App GoodNotes sehr empfehlen. Der Stift und das leere Papier symbolisieren für mich aber ein neues Jahr wie ein unbeschriebenes Blatt – mit einer Menge Gestaltungsspielraum.

Marits Blogparade „Was bringt 2016“ kam für mich in diesem Jahr allerdings zu früh. Nichts desto trotz will ich – wie im Beitrag Meine besten Empfehlungen in 2015 schon angekündigt – doch noch auf einige Punkte eingehen, die 2016 besonders werden lassen sollen.

Damit verbunden ist eine grundsätzliche Änderung: Mein Beratungsgeschäft, wie es in der Vergangenheit gelaufen ist, werde ich so nicht weiterführen. Dabei gibt es einfach ein paar Aspekte, die mich inzwischen massiv stören. Wie das konkret aussehen wird, steht noch nicht fest. Die Weichen für Veränderung sind aber schon gestellt. Mehr dazu, sobald da etwas spruchreif ist.

Was bleibt

Inhaltlich bleibt insbesondere die systematische Vorgehensweise und das Excellence-Thema. Hier habe ich inzwischen meine fachliche Heimat gefunden, von diesem Ansatz bin ich absolut überzeugt. Und hier gibt es in ganz vielen Unternehmen und Organisationen einiges an Potential. Das Thema ist allerdings umfangreich, nicht einfach zu durchdringen und noch weniger einfach zu vermitteln. Insbesondere an die Unternehmerinnen und Unternehmer selbst.

Was ebenfalls bleibt – wenigstens in Teilen meiner Arbeit – ist die Zielgruppe: Startups. Ich habe immer noch den Eindruck, dass zu Beginn des Unternehmenslebenszyklusses viele unnötige Fehler gemacht werden und viel Potential verschenkt wird – aus Unwissenheit und oft auch einem falschen Verständnis bzw. Angst vor Systematisierung.

Und nicht zuletzt werde ich zwei Instrumente auch in 2016 weiterführen, mit denen ich im letzten Jahr begonnen habe:

  1. Content-Marketing, wie z. B. mit diesem Blog und
  2. Online-Training, um Wissen effizient und preiswert möglichst vielen Interessierten zugänglich machen zu können.

Was kommt

Das eben genannte bildet dann auch die Basis für das, was in 2016 kommt.

Die Online-Ausbildung zum ILEP-Excellence-Assessor

Im Laufe des Jahres 2015 habe ich mit Dr. André Moll, dem Geschäftsführer der Initative Ludwig-Erhard-Preis e. V. (ILEP) unterhalten. Getragen von den Spitzenverbänden der deutschen Wirtschaft fördert die ILEP den Excellence-Gedanken und ist Anlaufstelle für alle Unternehmen und Organisationen, die sich zu Excellence entwickeln wollen. Auf der einen Seite verleiht sie den Ludwig-Erhard-Preis, den deutschen Excellence-Award. Auf der anderen Seite qualifiziert sie – selbst oder über ihre Partner – Menschen in der Anwendung des Excellence-Modells der EFQM.

Für einige dieser Trainings habe ich selbst seit 2011 bzw. 2012 die Trainerlizenz – unter anderem für die Ausbildung zum ILEP-Excellence-Assessor. Nach Rücksprache mit André gibt es diese Ausbildung jetzt als reines Online-Training.

Die Inhalte sind die gleichen wie im üblicherweise zweitägigen Präsenztraining. Der Input, den ich als Trainer normalerweise per Vortrag und Folien liefere, kommt im Online-Training als Video. Der Austausch zwischen mir als Trainer und den Teilnehmern erfolgt über eine spezielle Messaging-Anwendung (ähnlich wie eine Facebook-Gruppe) bzw. wir treffen uns im Webinar. Die zwei Tage des Präsenztrainings können die Teilnehmer auf zehn Wochen verteilen.

Startseite des Online-Trainings ILEP-Excellence-Assessor

Aktuell läuft der erste Pilotkurs im kleinen Kreis. Mehr Informationen gibt es unter http://excellenceonline.de. Der nächste Kurs startet im April.

Startups und systematischer Unternehmensaufbau

Im letzten Jahr bei mir etwas in Vergessenheit geraten ist das Thema systematischer Unternehmensaufbau bei Startups. 2014 hatten wir über das Aachener Institut für Mittelstandsentwicklung erfolglos versucht, ein Forschungsprojekt zu platzieren. Damit sollte ein Referenzmodell für den systematischen Unternehmensaufbau entwickelt werden. An die Idee glaube ich noch immer. An diese Form der Entwicklung des Konzeptes über ein gefördertes Projekt glaube ich aktuell aber nur bedingt.

Im Kern geht es darum, den frisch gebackenen Unternehmerinnen und Unternehmern zu vermitteln, was eigentlich ein exzellentes Unternehmen ist und wie sie ihren Unternehmensaufbau bzw. ihre Unternehmensentwicklung steuern. Also im Wesentlichen das, was man in der oben angesprochenen Ausbildung zum Excellence-Assessor lernt. Nur glaube ich nicht, dass die Inhaber junger Unternehmen – wenn sie nicht über ein gewisses Maß an Managementerfahrung verfügen – mit den Inhalten der Ausbildung zum Excellence-Assessor viel anfangen können. Dafür sind sie i. d. R. viel zu sehr in ihrem Tagesgeschäft gefangen. Daran will ich etwas ändern. Wer sich daran beteiligen will, darf sich gerne bei mir melden.

Damit verbunden fehlt mir aber auch die richtige Art der Unterstützung für Startups. Nur mit etwas (bestenfalls geförderter) Beratung ist es meines Erachtens nicht getan. Insbesondere das Angebot der Technologiezentren und Co-Working-Zentren ist für Startups zu wenig, wenn es sich auf Raum und ein wenig technische Infrastruktur wie Telefon und Internetzugang beschränkt. Hier durfte ich vor einigen Jahren ein Dienstleistungsunternehmen kennenlernen, das allerdings für mittelständische Unternehmen tätig ist. Genau diese Art der Dienstleistung wünsche ich mir aber auch für Startups.

Fazit

2016 wird ein spannendes Jahr! Und es wird anders als 2015.

Ich freue mich auf neue Aufgaben und neue Kontakte.

Und ich bin gespannt, wie sich insbesondere das Thema Online-Training entwickeln wird. Hier sehe ich in ganz vielen Bereichen Potential. Und das nicht nur, weil die notwendige technische Infrastruktur bis hin zur vollautomatischen Anbindung des Bezahldienstleisters inzwischen für kleines Geld und geringen Aufwand zu bekommen ist. Hier freue ich mich auch auf den weiteren Austausch in Marit Alkes Community über Online-Kurse.

Adieda

Richard Schieferdecker

PS: Die Finanzplattform, die ich im letzten Artikel angesprochen habe, passt jetzt nicht wirklich in diesen Artikel. Darüber berichte ich bei nächster Gelegenheit hier im Blog.

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