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Resümee meines Website-Relaunches

Vor ziemlich genau zwei Monaten habe ich meine neue Website online gestellt und heute erscheint der zehnte Blogbeitrag. Mit ein paar Zahlen, meinen Erfahrungen und den Erkenntnissen, die ich daraus ziehe, versuche ich ein erstes Resümee.

Ich bin ein wenig hin- und hergerissen. Auf der einen Seite bin ich sehr fasziniert, was man mit einem Blog erreichen kann. Auf der anderen Seite ist der Aufwand aber nicht zu unterschätzen.

Im Folgenden will ich daher die vergangenen zwei Monate unter drei Aspekten besprechen:

  1. Zahlen, Daten, Fakten – Wieviele Besucher haben meine Webseite gefunden, wo kommen sie her und welche Seiten haben sie besucht?
  2. Inhalte – Was waren die erfolgreichsten Beiträge, wie sind die Artikel entstanden?
  3. Vermarktung – Nicht nur schreiben, auch klappern!

Vorneweg noch eine Anmerkung, da ich diese Woche noch mal gefragt worden bin – nach dem Besuch meiner Webseite!

Was machst Du eigentlich?

Ja, diese Webseite hat aus Marketingsicht einen grundlegenden Fehler: Sie hat keine klar definierte Zielgruppe! Und damit bleibt sie in Bezug auf meine eigentlichen Tätigkeiten auch weniger konkret.

Als ich den Relaunch geplant habe, hatte ich diese Zielgruppe: Startups und kleine Unternehmen, die wachsen wollen. Die ein richtiges Unternehmen werden wollen. Die sich vom häufig eher chaotischen Startup in Richtung zu einem nachhaltig erfolgreichen Mittelständler entwickeln wollen.

Irgendwann habe ich mir dann aber die Frage gestellt, ob meine persönliche Seite unter der Domain schieferdecker.com dafür die richtige Anlaufstelle ist.

Oder ob für diese spezielle Zielgruppe nicht auch eine eigene Domain die bessere Lösung wäre.

Als Ergebnis meiner Überlegungen adressiert diese Webseite hier jetzt weniger die spezielle Zielgruppe der Startups – obwohl die hier natürlich auch wertvollen Content finden können sollen.

Sie soll vielmehr allgemeiner Informationen über mich als Person und die Themen liefern, die mich gestern umgetrieben haben, die mich heute umtreiben und die mich möglicherweise morgen umtreiben werden.

Für die Startups wird es dann in absehbarer Zeit eine eigene Anlaufstelle geben.

Die harten Fakten: Was sagt Google-Analytics?

Die Zielgruppenübersicht für schieferdecker.com im Zeitraum 17.08. bis 15.10.2015

So wirklich einschätzen kann ich die Zahlen noch nicht. Auf den ersten Blick bin ich aber nicht unzufrieden. Im Schnitt zwischen 7 und 8 Besucher pro Tag finde ich für die ersten neun Wochen gar nicht so schlecht.

Schaut man sich die Zahlen aber detaillierter an (siehe nachfolgendes Bild), zeigen sich interessante Details:

  • Die beiden meistgelesenen Blogartikel sind die beiden letzten vor diesem Artikel. Sie machen alleine 23% aller Seitenaufrufe aus.
  • Die drei meistgelesenen Artikel sind auch als einzige von Dritten bei Twitter und/oder Facebook geteilt worden.
  • Der meistgelesene Artikel adressiert wahrscheinlich als einziger ein echtes Problem – und hat darüber hinaus auch noch einen Bezug zu einem aktuellen Ereignis.

Die Auswertung nach einzelnen Seiten

In einem dritten Schritt habe ich mir noch angesehen, wie die Besucher den Weg auf meine Seite gefunden haben.

  • Der größte Teil kommt direkt. Ich habe in meiner E-Mail-Signatur auf die neue Webseite hingewiesen. Darüber vermute ich die meisten Zugriffe. Meine eigenen Zugriffe habe ich nach dieser Anleitung mithilfe eines Cookies ausgeschlossen.
  • Die nächste große Quelle ist Facebook mit zusammen 119 neuen Besuchern. Die beiden letzten Artikel sind insgesamt etwa 5 bis 6 Mal auf Facebook gepostet bzw. geteilt worden.
  • Erstaunliche 104 neue Besucher sind über Google gekommen. Da muss ich jetzt mal noch die Google Webmaster Tools richtig konfigurieren, damit ich auch die Suchbegriffe herausbekomme.
  • 13 neue Besucher kamen über Twitter. Hier hatte ich selber am Anfang einige meiner Artikel getweetet. Der letzte Artikel ist dann von einem Dritten mit seinen 1.700 Followern geteilt worden.
  • Im weiteren Verlauf der Tabelle folgen dann 4, 5 bzw. 6 neue Benutzer, die durch Kommentare auf anderen Blogs gekommen sind. Dabei hatte ich in zwei Fällen an einer Blogparade teilgenommen und im dritten Fall einen thematisch passenden Artikel kommentiert.

Die Auswertung nach den Besucherquellen (Nr. 7 kommt von einer meiner URLs, die ich jetzt noch nicht publik machen möchte)

Inhalte: Welche Artikel sind angekommen?

Der erfolgreichste Blogartikel in den ersten zwei Monaten war der vom 1. Oktober über MailChimp, CleverReach & Co. – Die Fallen beim Newsletter-Versenden.

Auf der einen Seite ist das ein Aufreger-Thema bei denjenigen, die über das Internet ihr Geschäft machen. Auf der anderen Seite hat es einige Tage nach der Veröffentlichung des Artikels ein Urteil des Europäischen Gerichtshofes gegeben, das die Hürden für den Einsatz insbesondere von US-amerikanischen Newsletter-Dienstleistern noch etwas höher legt.

Für diesen Artikel stimmt also das Timing.

An zweiter Stelle steht der Blogartikel vom 8. Oktober über 3 Dinge, die ich durch den Tanzsport über Führung gelernt habe.

Hier ist der Erfolg m. E. darauf zurückzuführen, dass zwei Personen aus meinem Umfeld ihn bei Twitter und insbesondere bei Facebook geteilt haben.

Die mir wirklich wichtigen Artikel – die ersten drei und der sechste (über das Excellence-Modell der EFQM) – folgen dann zwar auf den weiteren Plätzen. Die Resonanz, die sie meiner Meinung nach haben sollten, bekommen sie aber nicht.

Mit den Inhalten habe ich zunächst mal die Themen bedient, die mich in der Vergangenheit umgetrieben haben bzw. aktuell noch umtreiben.

Insgesamt ist der Aufwand für recherchieren, strukturieren und schreiben immer noch zu hoch. Je nach Artikel habe ich zwischen drei und elf Stunden gebraucht.

Das hat in der Konsequenz auch dazu geführt, dass ich zum Veröffentlichungstermin Donnerstag hin die eine oder andere Nachtschicht eingeschoben habe.

Vermarktung der Blogartikel

Das Schreiben alleine reicht nicht. Im Umfeld der Content-Marketer wird häufig die 80:20-Regel auch für das Verhältnis von Artikel vermarkten und Artikel erstellen genannt.

Meine Vermarktung hatte zu Beginn eher anekdotischen Charakter, wie das meine EFQM-Assessorenkollegen formulieren würden. Gelegentlich habe ich einen Artikel bei Twitter oder in meinem Facebook-Profil geteilt.

Erst die letzten beiden Blogartikeln habe ich gezielter an geeignete Multiplikatoren bzw. in passende Facebook-Gruppen verteilt. Das hat sich dann auch direkt in Zugriffszahlen auf meiner Webseite niedergeschlagen.

Der Prozess dafür ist bei mir aber alles andere als stabil und auch in Bezug auf geeignete Tools – erste Hinweise für die Anpassung von Bildformaten für die verschiedenen Social-Media-Kanäle oder das automatische Teilen der Beiträge in diesen Kanälen habe ich schon bekommen – bin ich noch nicht richtig glücklich.

Fazit

Die Ergebnisse meines Relaunches sind spannend und vielversprechend. Das ist ein Weg, bei dem sich das Weitergehen lohnt. Aber wie ich aus vielen Mündern gehört habe: Es ist eher ein Marathon, kein Sprint.

Die Pipeline mit Artikelideen ist auch noch gut gefüllt. Trotzdem wird sich der Abstand zwischen meinen Beiträgen erhöhen.

In der letzten Zeit hat die Priorität von zwei Projekten stark zugenommen – und meine verfügbare Zeit wird weniger. Für die Zukunft bedeutet es jetzt erst mal, dass ich den Veröffentlichungsrhythmus von wöchentlich auf monatlich umstelle.

Und für die Vermarktung bin ich noch auf der Suche nach einem geeigneten Prozess wie auch nach den passenden Tools, die beide zusammen den Aufwand reduzieren sollen.

Für sachdienliche Hinweise bin ich dankbar.

Den nächsten (geplanten) Blogartikel gibt es dann am 19. November 2015.

Adieda

Richard Schieferdecker

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